Qualifizierung bei Kurzarbeit

Fördergeber:
Die Bundesagentur für Arbeit fördert nach dem SGB III und über den Europäischen Sozialfonds (ESF) die berufliche Weiterbildung von Angestellten während der konjunkturellen oder saisonalen Kurzarbeit.


Förderhöhe:
Übernahme eines Teils der Weiterbildungskosten sowie der gesamten Sozialversicherungsbeiträge, die auf das Kurzarbeitergeld entfallen:
Gering qualifizierte können eine Förderung von bis zu 100 % der Weiterbildsungskosten nach dem Bildungsgutschein-Verfahren erhalten (nach SGB III).
Bei Weiterbildung qualifizierter Arbeitnehmer können Arbeitgeber einen Zuschuss in Höhe von 25 % - 80 % der Maßnahmekosten (über ESF) erhalten.


Zielgruppe:
Geringqualifizierte und qualifizierte Arbeitnehmer während der Kurzarbeit/Unternehmen in Kurzarbeit.


Persönliche Voraussetzungen:
Als geringqualifiziert gelten Beschäftigte ohne abgewschlossene Berufsausbildung und Beschäftigte mit abgeschlossener Berufsausbildung, die sich länger als 4 Jahre in einer an- oder ungelernten Tätigkeit befinden und der Ausbildungsberuf aufgrund dessen vermutlich nicht mehr ausgeübt werden kann.
Bei qualifizierten Arbeitnehmern, die in ihrem erlerneten Beruf arbeiten, ist die Förderung von der Art der Qualifizierung, der Betriebsgröße und der Personengruppe abhängig.


Anforderungen an die Weiterbildung:
Bei der Förderung der Weiterbildung nach dem SGB III muss die Maßnahme nach der Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung (AZAV) zugelassen sein und außerhalb des Betriebes stattfinden.
Bei der Förderung über den ESF sind auch Angebote förderfähig, die nicht durch das AZAV zugelassen sind. Hier werden sowohl Maßnahmen gefördert, die allgemein auf dem Arbeitsmarkt von nutzen sein können als auch solche, die sich speziell auf den Arbeitsplatz im Unternehmen beziehen. Die Maßnahmen können sowohl innerhalb als auch außerhalb des Betriebes stattfinden.


Antragsweg:
Die Übernahme der Kosten einer Weiterbildung für Geringqualifizierte in Kurzarbeit kann sowohl von Arbeitgebern als auch von Arbeitnehmern bei der Agentur für Arbeit beantragt werden. Diese prüft den Anspruch auf die Förderung und händigt einen Bildungsgutschein aus.
In beiden Fällen ist ein kostenloses Beratungsgespräch mit der zuständigen Agentur für Arbeit sinnvoll. Alternativ können auch die Qualifizierungsberatungstellen in der Region angesprochen werden. Diese ermitteln gemeinsam mit dem Unternehmen die Bildungsbedarfe der Beschäftigten, stellen geeignete Weiterbildungsangebote zusammen und prüfen die Möglichkeiten weiterer Förderangebote für das Unternehmen.


Beratungsstellen:
Weitere Informationen erhalten Sie beim Arbeitgeberservice der Bundesagentur für Arbeit unter der Hotline 01801 66 44 66 (3,9 ct./min. aus dem Festnetz, Mobilfunkpreise abweichend) oder bei Ihrer zuständigen Agentur für Arbeit. Diese finden Sie unter www.arbeitsagentur.de.