Zusatzqualifikationen und Zertifikatslehrgänge Digitalisierung: Heute für morgen qualifizieren

Das Berufsbildungszentrum der Industrie (BZI) unterstützt Industrieunternehmen dabei, ihre Auszubildenden auf die Herausforderungen von Digitalisierung und Industrie 4.0 vorzubereiten. Dazu wurde mit den Zusatzqualifikationen ein neues Angebot überbetrieblicher Lehrgänge geschaffen. Das Besondere dabei: Die Vermittlung der neuen Inhalte beginnt bereits während der Berufsausbildung in den Metall- und Elektroberufen sowie bei den angehenden Mechatronikern.

Digitalisierung und veränderte Fertigungssteuerungen in der Industrie 4.0 werden die zukünftige Herstellung von Produkten über Jahre hinweg verändern. Das durch das BZI im Rahmen der überbetrieblichen Ausbildung neu entwickelte Lehrgangssystem berücksichtigt besonders zentrale Industrie 4.0-Tätigkeitsbereiche. Mit diesem innovativen Konzept übernimmt das BZI eine Vorreiterrolle in der Neuaufstellung der dualen Ausbildung und Qualifizierung.

Die Zusatzqualifikationen:

  • Systemintegration
  • Prozessintegration
  • Additive Fertigungsverfahren
  • Digitale Vernetzung
  • Programmierung

werden ausbildungsintegriert vermittelt und bestehen aus Lehrgängen von jeweils acht Wochen, die vom zweiten bis zum vierten Ausbildungsjahr durchgeführt werden. Für die zusätzliche Absolvierung einer Zusatzqualifikation entscheiden sich der Auszubildende und der Ausbildungsbetrieb gemeinsam. Abgenommen wird jede Zusatzqualifikation mit einer separaten Prüfung vor der IHK am Ende der Ausbildung.

Ein nachhaltiger Unternehmenserfolg kann nur mit einer in die Zukunft ausgerichteten Mitarbeiterqualifizierung erreicht werden. Daher werden auch künftig IHK-Zertifikatslehrgänge „Digitalisierung“ angeboten. Die Zertifikatslehrgänge enden mit einem Test und die Absolventen erhalten ein IHK-Zertifikat.

Metall-Zusatzqualifikation:

Zielgruppe:

  • Werkzeugmechaniker/-in
  • Industriemechaniker/-in
  • Zerspanungsmechaniker/-in
  • Konstruktionsmechaniker/-in
  • Anlagenmechaniker/-in

 Zusatzqualifikation – Systemintegration:

  • Kurs: Inbetriebnehmen von cyberphysischen Systemen
  • Kurs: Moderne Sensorik
  • Kurs: Bauteilerfassung mit Kamerasystemen
  • Kurs: Roboter Grundlagen
  • Kurs: Roboter Aufbaulehrgang

Zusatzqualifikation – Prozessintegration:

  • Kurs: Prozesssteuerung über MES-Systeme
  • Kurs: 3D-Fabriksimulation/ Ablaufsteuerung über CIROS

Zusatzqualifikation – Additive Fertigungsverfahren (auch Mechatroniker)

  • Kurs: Fertigungsgerechtes Konstruieren über CAD und 3D-Scannen
  • Kurs: Additive Fertigungsverfahren SLA/ FDM/ PJM/ SLM

Elektro-Zusatzqualifikation:

Zielgruppe:

  • Mechatroniker/-in
  • Elektroniker/-in für Automatisierungstechnik (EAT)
  • Elektroniker/-in für Betriebstechnik (EBT)
  • Elektroniker/-in für Gebäude- und Infrastruktursysteme (EGI)
  • Elektroniker/-in für Geräte und Systeme (EGS)
  • Elektroniker/-in für Informations- und Systemtechnik (EIS)

Zusatzqualifikation – Digitale Vernetzung:

  • Kurs: Inbetriebnehmen von cyberphysischen Systemen
  • Kurs: SPS – Digitale Vernetzung

Zusatzqualifikation – Programmierung:

  • Kurs: SPS – Programmierung
  • Kurs: Roboter Grundlagen
  • Kurs: Roboter Aufbaulehrgang

Zusatzqualifikation – IT-Sicherheit:

  • Kurs: Datensicherheit unter Industrie 4.0

Die Lehrgänge können ebenso durch Auszubildende anderer gewerblich-technischen Berufe und auch durch Ausbilder und Berufsschullehrer besucht werden. Der nächste Schritt ist die Übertragung der Zusatzqualifikationen in die Fort- und Weiterbildung der Facharbeiter / Facharbeiterinnen.
Lehrgangsbeschreibung und Termine finden Sie hier…
Das BZI lädt die Unternehmen der M + E-Industrie zur Zusammenarbeit ein und steht für Rückfragen und Beratung sehr gerne zur Verfügung.