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Lernen in der Beschleunigung

Ohne Wandel sieht die Zukunft der deutschen Industrie düster aus. Dabei nicht zu vergessen: Auch Wissen, Aus- und Weiterbildung müssen transformiert werden, um mit der technologischen Dynamik und steigender Komplexität Schritt zu halten. Jetzt waren wir Gastgeber für die Zukunftskonferenz 2026, zu der automotivland.nrw und die Bergische Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft ins BZI eingeladen hatten. Vertreterinnen und Vertreter der Automobilzulieferer aus der Region und darüber hinaus diskutierten mit hochkarätigen Gästen über die Zukunft der Branche, unter anderem konnten wir NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur und Sven Wolf, Oberbürgermeister der Stadt Remscheid, begrüßen.

Nach einer intensiven Einführung ins Thema und verschiedenen Impulsvorträgen sowie einer Paneldiskussion zu den neuen Wegen, die die Automobilbranche gehen muss, um ihre Zukunft aktiv zu gestalten, gab es verschiedene Dialog-Workshops. Dabei konnten wir unsere Expertise in Sachen Aus- und Weiterbildung einbringen. Denn auch bei uns bleibt die Zeit nicht stehen, vielmehr gehen wir Schritt für Schritt die Transformation der Unternehmen mit. Zunächst skizzierte Inger Korflür, Mitglied der Geschäftsleitung der Beratungsfirma SUSTAIN CONSULT, dass die Transformation ausnahmslos alle Unternehmensbereiche – von der Produktion über die IT, den Einkauf bis hin zum Vertrieb – betrifft.

So sei es die entscheidende Aufgabe und auch die Herausforderung, Mitarbeitende in diesem Prozess mitzunehmen. „Ansonsten werden Ihre Beschäftigten unzufrieden, weil ihre ganzen früheren Kompetenzen nicht mehr benötigt werden.“ Hier setzte unser Geschäftsführer Alexander Lampe, auch als Experte für Change-Management, an: „Wir müssen auch Aus- und Weiterbildung neugestalten und dynamischer werden. Langsame Prozesse machen uns nicht wettbewerbsfähig.“ Zwar seien Weiterbildung und Qualifizierung in Deutschland gesetzlich geregelt, aber dennoch müssten gerade die Bildungsträger Innovationskraft beweisen, damit der Fachkräftenachwuchs eigene Impulse für den erforderlichen Wandel in seinen Unternehmen geben könne. „Lernen in der Beschleunigung heißt somit auch, dass wir uns permanent am technologischen Fortschritt orientieren müssen“, machte Alexander Lampe deutlich und ergänzte: „Berufsbilder verändern sich schneller als die Ausbildungsordnung. Insgesamt reagieren Lernsysteme darauf noch zu langsam.“

Zu berücksichtigen gelte ferner, dass die Lernenden der Generation Z und Alpha andere Lernhaltungen, Erwartungen und Mediengewohnheiten mitbrächten als ihre Vorgänger. „Die Persönlichkeitstypen werden immer heterogener. Also können wir auch nicht mehr so mit ihnen umgehen, wie vor 20 Jahren. Das kann man bedauern, ändern wird dies aber nichts.“ Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels sei es unabdingbar, auch un- und angelernte Kräfte zu qualifizieren. An dieser Stelle die dringende Empfehlung an die Unternehmen: „Personalentwicklung muss strategisch angelegt sein. Fördermittel können helfen, sich personell zukunftsfähig aufzustellen.“ Wie die vielen Diskussionsbeiträge der Workshop-Teilnehmenden zeigten, ist das Thema in den Betrieben angekommen. Auch durch den gegenseitigen Austausch konnten viele Anregungen für die eigene Aus- und Weiterbildungsstrategie mitgenommen werden.

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