Berufsorientierung von Zuwanderern in Ausbildungsberufen der Industrie

Mit dem Programm „Berufliche Orientierung für Zugewanderte – BOF“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) erhalten Flüchtlinge und Neuzugewanderte Einblicke in Ausbildungsberufen der Industrie, hier in den Bereichen Metall und Elektro. Während der gesamten Maßnahme lernen sie Fachsprache und Fachkenntnisse für den angestrebten Ausbildungsberuf und werden von einer Projektbegleitung individuell unterstützt. Die Berufsorientierung erfolgt in Lehrwerkstätten und Betrieben.

Erste Phase – Werkstattphase

Zunächst folgt eine allgemeine Orientierung in verschiedenen Berufsfeldern. Es werden handwerkliche Fertigkeiten und Kenntnisse vermittelt, Informationen zum Aufbau und Inhalt der dualen Berufsausbildung ausgetauscht, Bewerbungsunterlagen angefertigt, eine Potenzialanalyse durchgeführt und auf den Berufsschulunterricht vorbereitet. Während des gesamten Projektes werden die Teilnehmenden sozialpädagogisch betreut.

Zweite Phase – Betriebsphase

Im Anschluss an die Werkstattphase, erfolgt eine Betriebsphase. Dabei sollen die Teilnehmenden den realen Alltag in Betrieben kennen lernen. Die in den Lehrwerkstätten erlernten Fähig- und Fertigkeiten sollen hierbei in der Praxis vertieft werden, und der Umgang mit Kolleginnen/en und Kundinnen/en soll die Erweiterung der Sprachkenntnisse fördern.

Die Betriebsphase endet im besten Fall mit der Aufnahme einer Berufsausbildung in einem Industriebetrieb oder Schaffung einer beruflichen Perspektive.

Zielgruppe:
Junge Asylberechtigte, anerkannte Flüchtlinge, Asylbewerber und Asylbewerberinnen, Geduldete mit Arbeitsmarktzugang und ihre Angehörigen, die im Rahmen des Familiennachzugs nach Deutschland gekommen sind und eine Aufenthaltserlaubnis nach §27 des Aufenthaltsgesetzes haben / Junge Geflüchtete und Zugewanderte, die die Vollzeitschulpflicht des Bundeslandes erfüllt haben und über keine anerkannte berufliche Erstausbildung verfügen.

Voraussetzungen zur Projektteilnahme:
Deutsche Sprachkenntnisse (mindestens B1) / Es wurde idealerweise bereits ein Integrationssprachkurs (BAMF) oder eine andere schulische oder vergleichbare Vorbereitungsmaßnahme absolviert.

Unterrichtszeiten:
Montag bis Freitag | 07:15 bis 16.00 Uhr

Kosten:
Es entstehen keine Kosten für die Teilnehmenden.

Fahrtkosten und Verpflegung:
Die Fahrtkosten werden erstattet. Erhalt von Mittagessen (außer in der Betriebsphase)

Termine:
Der nächste Durchgang startet im August 2021. Ein späterer Einstieg ist nicht möglich.

Entlohnung:
Die Teilnehmenden erhalten keinen Lohn während des Projekts. Kundinnen und Kunden der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters werden weiter durch diese gefördert.

Ort und Durchführung:
Berufsbildungszentrum der Remscheider Elektro- und Metallindustrie (BZI)
Wüstenhagener Str. 18-26
42855 Remscheid

Flyer zum Download »

BOF - Logoleiste - Förderer 2019

Termine:

30.08.2021 – 17.12.2021 (Vollzeit, gesamt 20 Wochen)

  • Manuelles Spanen z.B. Feilen und Sägen
  • Maschinelles Spanen z.B. Bohren, Senken, Reiben, Drehen, Fräsen
  • Messen und Prüfen mit Messschieber und Bügelmessschraube
  • Physikalische Grundlagen z.B. elektrischer Strom, Spannung und Wiederstand
  • Elektrische Arbeit und Leistung
  • Reihenschaltungen und Parallelschaltungen
  • Messen elektrischer Größen

Kontakt:
Berufsbildungszentrum der Remscheider Metall- und Elektroindustrie (BZI)
Wüstenhagener Str. 12 – 26, 42855 Remscheid
Telefon: 0 21 91 – 93 87 – 100, E-Mail: info@bzi-rs.de

Ansprechpartnerin:
Şenay Mumcuoğlu Gräbel
Telefon: 0 21 91 – 93 87 – 257
E-Mail: s.graebel@bzi-rs.de

Zuwanderer in handwerklichen Ausbildungsberufen